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Great Keppel Island

Den Fraser Island-Trip und die Pleite in Bundaberg bestens verdaut habe ich mich auf nach Rockhampton gemacht. Eine nette Stadt, in der es nur um Rind und Steakhaeuser geht. Als Vegetarier haette ich hier wohl nichts verloren, als armer Backpacker war mir das Essen aber zu teuer und ich bin weiter bei Nudeln geblieben. Dort haben mir einige potentielle Arbeitgeber versprochen, zurueckzurufen, was aber nie geschehen ist. Also bin ich von dort aus auf das Graet Keppel Island gefahren, eine grosse kaum bewohnte Insel.

Dort war es zwar sehr schoen, aber auf die Dauer doch recht langweilig. Ein Paradies fuer Muschelsammler, Landschaftsfotografen und Schnorchler. Ich bin wieder ordentlich in Sandalen auf Wanderung gegangen, sodass an meinen Fuessen sogar die Bisse irgendwelcher Viecher Bisse irgendwelcher Viecher haben. Das ist aber nicht so schlimm. Habe verrueckte Tiere unterwegs getroffen, einmal sogar ein Kamel... keine Ahnung, was das da zu suchen hatte.

Meine Abreise wurde aber durch ein unschoenes Ereignis ueberschattet. Ich hatte meine Snorkel Gear in der dafuer vorgesehene Kiste deponiert, was irgendwer ausgenutzt hat. Am naechsten Morgen war die Ausruestung weg und mein Geld sollte dafuer hinhalten. Ist noch immer nicht aufgetaucht. Man gab mir bis 2 Uhr Zeit den Kram wiederzufinden. Ich dachte mir da natuerlich: "Leckt mich doch, ich hau' einfach ab." Dann fiel mir wieder ein, dass ich auf einer Insel bin, wo nur eine Faehre faehrt, ich war also gefangen. Ich troedelte also sauer am Strand herum und guckte, ob der Dieb netterweise mein Zeug an den Strand gelegt hat. Dann bemerkte ich, dass die Faehre bald faehrt, rannte ans Ufer, nahm mein Gepaeck aus dem Jeep und sprintete, waehrend das Hostelpersonal, das mein Gepaeck dorthingefahren hat und mir das Geld fuer die Ausruestung abziehen wollte, in ein Gespraech verwickelt war. Ich kriegte die Faehre just in Time, die Bruecke wurde eingeklappt. Ich war mit meinem Geld auf der Faehre die Angestellten auf der Insel. Auch wenn ich noch immer keine Verantwortung fuer den Verlust der Ausruestung uebernehmen moechte, kam ich mir vor als waere ich ungeschoren mit einem Doppelmord davon gekommen.

Jetzt bin ich in Airlie Beach, habe Mackay aus Versehen ausgelassen. Von hier startet Dienstag ein 3 Tage Segeltoern durch die Whitsundays. Danach versuche ich mal wieder an Arbeit zu kommen.


20.5.07 04:58


Fraser Island

Nach Noosa bin ich nach Harvey Bay gefahren, um an einer self-guided 4WD-Tour auf Fraser Island teilzunehmen. Ich habe leider nicht viel Zeit, daher mache ich es kurz: Ich hatte eine supergeile Zeit. 3 Tage 2 Naechte in einem Jeep und Zelten mit 2 Schweizern, 1 Italienerin, 1 Englaenderin, 3 Iren, 1 Franzosen und einem ziemlich durchgedrehten Hawaijaner.. Verrueckte Leute, lustige Spiele und eine interessante Tour.

Jetzt bin ich in Bundaberg angekommen, wo ich etwas Farmarbeit machen wollte. Allerdings ist hier alles besetzt und ich stehe jetzt etwas bloed da.

 


14.5.07 09:57


Brisbane -> Noosa

Moin, ich schreibe gerade aus Noosa, denn in Brisbane gab es ein Schluesselerlebnis, das mir vor Augen gefuehrt hat, dass diese Stadt mich nicht so sehr mag.
Angefangen mit meinem Masterplan, mal durchzuschlafen, damit das Fruehstueck da Mittagessen, der Mittag das Abendessen und der Schlaf das komplette Fruehstueck ersetzt. Zweite Sparmassnahme war, nur ein one-way-ticket zum Mt Coot-tha zu loesen. Der Busfahrer rief mir zwar ein Tagesticket zu kaufen, weil es dann billiger ist. Darauf erzaehlte ich ihm dann stolz, dass ich zurueck gehen werde, ist noch billiger. Auf der Fahrt merkte ich dann, dass mein Plan nicht ganz masstabgetreu war.
Wie auch immer, der Ausblick war sehr schoen, konnte bis Moreton Island schauen, aber meine Cam ist nicht hochgenug aufgeloest, um das einzufangen. Auf dem Rueckweg betrieb ich ein wenig bush walking, um einen Wasserfall zu finden. Der war aber schon ausgetrocknet und der plaetschernde Bache dem ich gefolgt war, war nur das Geraeusch der Wasserflasche in meiner Tasche. Dafuer goennte ich mir dann etwas Aboriginal Art, stellte aber das Talent der Kuenstler in Frage. Sowas hatte ich schon im Kindergarten gekritzelt. Naja...
Trotzdem schaffte ich es irgendwie rechtzeitig zum letzten Bus am botanischen Garten zu sein. Der Busfahrer war allerdings der selbe wie auf dem Hinweg und es waere ihm sicher eine Genugtuung gewesen, mir jetzt nochmal ein volles Ticket zu verkaufen. Also lief ich doch zu Fuss. Jedenfalls bewiess der Fahrer den Anstand, sich das Hupen zu verkneifen, als er lachend an mir vorbeirauschte. Als ich nach 2 h in der City angekommen war, war mein geplantes Hostel schon ausgebucht und der Supermarkt geschlossen. Das war soweit noch ganz witzig. Dann wurde ich angefahren. Das fand ich bloed.
Ich habe einer Fahranfaengerin den Schrecken ihres Lebens eingejagt. Sie hat nur nach rechts geschaut, weil es so eine Einbahnhauptstrasse war. Dementsprechend ist sie auch recht zuegig angefahren. Auf ihrer Motorhaube liegend schaute ich sie erstmal fragend an, waehrend sie wild herumschrie und wie eine Gestoerte Gas gab. Ich ueberlegte kurz, ob ich sie darauf aufmerksam machen sollte, dass die Bremse sich auf dem anderen Pedal befindet, rollte mich aber lieber filmreif ab. Dann fuehlte ich mich wegen dieser Leistung kurz cool, bemerkte aber, dass meine Uhr weg war. Sie hatte sich geloest und die bloede Schlampe war zu allem Ueberfluss druebergerollt und ueber alle Berge. Ihr Glueck, denn nach unser Unterhaltung haette sie eine Schaedelfraktur, denn ich haenge sehr an dieser Uhr. Keine Sorge: Die Uhr und ich koennen noch gehen, aber ich muss mir trotzdem eine neue kaufen, da die Armandhalterung zerstoert ist.
Darauf ging ich nach hause, packte meine Sachen und nahm den ersten Bus am Morgen. Brisbane und ich werden keine Freunde mehr.


Hier in Noosa ist es aber sehr schoen. Ist quasi das Sylt von Australien, da sich hier zum einen das Jetset im Sheraton trifft und zum anderen Jugendliche auf dem Campingplatz. Eine der huebschesten Gegenden, in denen ich in meinem Leben war. Viele Fotos gemacht. Wollte ein tolles Bild machen, in dem ein bunter Krebs ueber meinen Fuss laeuft. Als ich ihn dann endlich soweit hatte, hat er sich nicht ans Drehbuch gehalten, mir in den Zeh gezwickt und ist abgehauen, ohne dass ich ein Foto machen konnte. Die Koalas sind fuer solche Spaesse nicht zu haben, nur am pennen, die faulen Kerle. Noosa ist toll. Dafuer dass es doch schon recht touristisch ist, ist die Natur unheimlich beeindruckend (und das sage ich als jemand, den sowas normalerweise voellig kalt laesst). Gestern war ich mal wieder surfen und habe ein geliehenes Board etwas geschrottet, hab ein Felsenufer hinter den Wellen nicht gesehen und bin drueber geschlittert. Haette abspringen koennen, um das Gewicht, das auf den Stein drueckt, zu verringern, aber mein Koerper wehrte sich aus Schutz gegen diese Massnahme. Gut so, die Kratzer hat naemlich keiner bemerkt, bis jetzt. Wenn doch, bin ich ruiniert.

Bin schon laenger hier, morgen breche ich auf nach Harvey Bay, um von dort aus Fraser Island zu erkunden. Wollte eigentlich vom Rainbow Beach aus losziehen, aber da faehrt mein Bus so bloed.


9.5.07 01:56


Brisbane

In Brisbane bin ich wiedermal durch die halbe Stadt marschiert, um meine guenstige Unterkunft zu erreichen. Ziemlich verschwitzt konnte ich mich dann in ein 4er-Zimmer fallen lassen, wo mich ein Franzose gefuehlte 3 Stunden mit einem Killerblick musterte, bevor ich mich traute ihn anzusprechen. Ich hatte ihn beim Fernsehen gestoert (ja, so ein Ding habe ich hier LUXUS!), also verlies ich den Raum lieber wieder aus Angst vor einer wilden Messerstecherei. Nachdem ich die Stadt erkundet hatte und feststellen musste, dass das sich mit der Arbeit eher schwieriger gestaltet, traf ich meinen zweiten Mitbewohner, wieder so ein Killer, einen Iren. Er ist tatoowiert wie ein Bilderbuch und besitzt einen Atlas, wo farblich eingezeichnet ist, wie hoch die Polizeipraesenz in den jeweiligen Stadtvierteln ist. Hier in Fortitude Valley wird er mich wohl nicht erwuergen, den hier sind die meisten Streifen unterwegs ("Avoid stupid pub fights in the Valley, streets are littered with cops". Ansonsten ist es aber top hier. Hier zahle ich am wenigstens und habe nicht soviele Mitbewohner.

In Surfers hatte ich 18 Fremde um mich herum, min 10 davon habe regelmaessig geschnarcht wie ein Saegewerk, die Franzosen haben bis in den Morgen gegroehlt, die Englaenderin war so haesslich, dass der Anblick alleine mir den ganzen Tag versauen konnte und nicht zu vergessen der komische Deutsche, der eigentlich ganz nett war, aber auf Dauer zu penetrant war.

Trotzdem werde ich in den naechsten Tagen wohl wieder in so einen Riesenraum ziehen, 30er-Dorm - dafuer mit Jobsuche durch Rezeption. Mal sehen.

 

Gestern wollte ich mir das legendaere Nachtleben des Valleys goennen, musste aber feststellen, dass Brisbane am Donnerstag tot ist. Es war wirklich nirgendwo was los. Dann wurde ich aber von einer Gruppe von 2 Maedels und augenscheinlich deren Fitnesstrainer zu einem Clubbesuch ueberredet. Dort gehen angeblich alle coolen Leute aus Brisbane am Do hin. Dort angekommen stellte ich fest, dass die Haelfte der Jungs Frauenkleider trug oder sonst wie nicht ganz koscher waren. Dazu verruecktes Electrogedroehne und wirklich beeindruckende Tanzmoves (von der Koerperbeherrschung aus betrachtet, vom Aussehen her eher laecherlich). Ich kaufte mir ein Bier und erkannte den Stempel auf meinem Arm: "Dirty Dirty House Music". Die Unterhaltungen drehten sich um steigende Heroinpreise und Kinder, denen man Ritalin zum Runterkommen abkaufen kann. Das war mir nicht geheuer, hier hatte ich nichts zu suchen. Schade um das Geld, der Abend war gelaufen.


4.5.07 09:38


Surfers Paradise

Bin gestern in Surfers Paradise angekommen. Diese Gegend erinnert mich ziemlich an Lloret. Denn hierher pilgern die Schulabgaenger auch jedes Jahr in der Hoffnung moeglichst viel Party zu erleben. Viel Neonlicht und Ramschlaeden, die die gleichen albernen T-Shirts mit den gleichen albernen Spruechen wie in Europas Kuesten verkaufen. Werde hier noch 2 Naechte bleiben, um mir 2 Partys zu goennen, da ich gestern einfach zu fertig war.

Schlimmste Nachricht: Ich habe keine Handtuecher mehr. Ob die geklaut wurden oder ich die im Nimbim-Rausch irgendwie verchillt habe, weiss ich nicht genau... Jetzt muss ich min. ein neues kaufen (oder sozialistisch umlagern....) Ich hasse sowas!

Und deswegen werde ich diesen Ort auch schon frueher verlassen, auch wenn er nichts dafuer kann. Dann geht es nach Brisbane, wo ich mal wieder arbeiten koennte.

 

Hab gestern einen Laden mit USB-Anschluss gefunden, aber der Upload war einfach zu langsam und ich kann meine zu hochaufgeloesten Bilder an diesen PCs nicht verkleinern

1.5.07 08:57


Nimbim

Vorgestern war ich wegen eines free meals im Cheeky Monkey, einem eher kleinen Laden, der keine Tanzflaeche besitzt, aber sehr stabile Tische, die als eine solche missbraucht werden. Natuerlich war das Gericht eher eins der kleineren, also musste ich nachbestellen. Als ich mein Essen endlich abholen konnte, fingen die ersten Hampelmaenner schon an, auf die "Tanzflaeche" zu stuermen. Also blieb ich in froher Hoffnung lange in dem Laden, um keine Riesenparty zu verpassen. Die Musik blieb aber weiterhin so schlimm, dass ich beschloss einfach nicht betrunken oder bekloppt genug zu sein, um zu BestOf'90er auf dem Tisch meine Koerpermasse zu schwingen zu lassen.
Gestern war ich in Nimbim, einem kleinen Hippiedorf, das irgendwo in den 60ern stecken geblieben ist und einen alternativen Lebensstil pflegt. Beruehmt ist es aber wegen Legalisierungsdemos und allgein auch wegen des Graskonsums + -verkaufs. Der Tourguide gab auch noch eine Warnung vor den Cookies aus, wiess aber dennoch auf "toothless Betty" hin. Pietr-Bas, der Holllaender, konnte es kaum erwarten, diese Dinger zu kaufen, also unterstuetzte ich ihn mit einer Spende. Pietr wollte sich unbedingt an die Sicherheitswarnung halten, nur einen halben zu essen und gab mir ein Stueck. Dann holte ich meine Cam aus dem Bus und stellte eine enorme Schraege fest, der Gang kam mir wie um fast 45 Grad gesenkt vor und ich verfluchte innerlich die alte Hexe und ihre Kraeuter. An meinem Platz angekommen stellte ich aber fest, dass der Bus umgeparkt wurde und wirklich fast 45Grad gesenkt war und erinnerte mich an einen Hinweis aus einerm Backpackerheft (Attention, those Cookies wont make ya high). Als ich das in Sydney hatte ich mich doch noch so ueber die alberne Neppstory vom durchgedrehten Klopapier-Touristen und den albernen Namen toothless Betty amuesiert. Ich lachte ueber die abgewandelte Geschichte vom Orangen-Touristen, waehrend Hauptsponsor Pietr die alte Hexe und ihre Kraeuter verfluchte. Lustig waren auch die ganzen Maedchen auf ihren Pseudotrips. Das Ambiente war auch einfach zu authentisch, um real zu sein. Das muessen Meisterschauspieler sein, ich wuerde mich ueber die Genialitaet dieses Konzepts staendig totlachen. Ausgebuffter Nepp. Jedenfalls war das Essen gut und ich habe eine zahnlose Uma unterstuetzt und das nette Hinterland gesehen. Habe die Maedchen nicht ueber den Nepp informiert, weil ich keine Illusionen zerstoeren wollte. Ob das jetzt gut war oder ich damit Drogenkarrieren gestartet habe, weiss ich nicht. Pietr hat mir seine Cookies aus Angst vor schlimmen Wirkungen geschenkt. Die schmecken naemlich auch nuechtern gesehen echt gut. Dass diese gierigen Hippies so selbstsuechtig an Touristen vergreifen, haette ich nicht gedacht.
Heute habe ich mal wieder versucht einen Sonnenaufgang zu fotografieren, bin aber nicht frueh genug aufgestanden. Also habe ich mir einen Strandgang gegoennt. Jetzt verschwinde ich nach meinem free meal nach Surfers.


30.4.07 09:27


Ach ja...

... uebrigens:

Ich bin hier nicht nur am Feiern, auch wenn das so rueberkommt, nur da passieren eben immer die witzigsten Sachen.

28.4.07 03:20


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