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Sydney2

Mein zweiter Aufenthalt in Sydney ist weniger spannend als der erste, denn ich habe fast alles schon einmal gesehen. Da ich jetzt aber keinen Druck verspuehre, die Stadt zu verlassen und soviel wie moeglich zu sehen, kann ich es etwas mehr geniessen. Fast jeden Tag schiesse ich ca. 5 Fotos vom Opera House, denn dieses Gebaeude hat irgendwie eine unheimlich starke Ausstrahlung, besonders bei Sonnenuntergang. Einen Tag lang habe ich mal wieder meine Karriere als Moebelpacker glaenzen lassen. Das Geld war zwar nicht besonders gut, aber die Leute waren lustig. Die Umziehenden waren sehr locker und scheinbar nicht in Eile, sodass der Jamaikaner, mit dem ich gearbeitet habe, reichlich Zeit hatte Geschichten zum Besten zu geben. Zum Beispiel von seiner Saengerkarriere am Wochenende. Schwer zu glauben, aber der Mann verdient als Saenger wesentlich mehr, arbeitet in der Woche aber aus Langeweile und fuer Extracash als Moebelpacker.

Ansonsten habe ich nur heute halbtags gearbeitet. Ehrlich gesagt langweile ich mich hier etwas und aerger mich unheimlich, dass ich nicht zum Uluru geflogen bin. Oder wenigstens mal nach Melbourne. Jetzt habe ich noch etwa eine Woche, was mehr oder weniger zu kurz fuer einen Extra-Trip ist. Zum Glueck ist das Wetter recht gut, sodass ich morgen mal wieder an den Strand gehen werde. Dann werde ich fuer die letzten Tage wahrscheinlich mal nach Camberra fahren. Oder durch nach Melbourne oder nochmal in die Blue Mountains. Mal sehen.

Gestern war ich auf einer whale-watching-tour, die mich etwas enttaeuscht hat, da diese verdammten Viecher sich geweigert haben, so cool aus dem Wasser zu springen. Es gab nur Flossen und Wasserfountainen zu sehen. Langweilig.


3.7.07 12:07


Melbourne

Ich sitze hier gerade in einer dicken Jacke. Das sollte zwei Fragen aufwerfen. 1: Warum in einer dicken Jacke? - Weil ich in Melbourne bin, wo es ganz schoen kalt und verregnet ist. Habe mich gestern ganz spontan dazu entschlossen, weil ich mich in Sydney gelangweilt habe und der Job doch irgendwie nicht mein Ding war. Also bin ich gestern abend in den Bus gesprungen und heute morgen angekommen. Ihr denkt euch jetzt wahrscheinlich, dass es ganz schoen bloed ist, fuer ein paar Tage nach Melbourne in den Regen zu fahren, nur um dann doch wieder nach Sydney fuer den Rueckflug zu fahren. Das denke ich mir eigentlich auch, aber jetzt bin ich hier. Die zweite Frage, die man sich jetzt stellt, ist: Wenn das so spontan war, warum habe ich ueberhaupt eine dicke Jacke eingepackt? Habe ich gar nicht, aber jetzt besitze ich eine. Eine Version, die der Wahrheit am naechsten kommt, ist: Ich habe meine duenne Tchibo-Qualitaets-Jacke mit einem Betrunkenen gegen eine Weniger-Qualitaets-Sydney-Opera-House-Jacke getauscht. Naja, jedenfalls haelt sie warm.
Melbourne ist auch bei diesem Wetter von einer ausserordentlichen Schoenheit, auch wenn sie mit Sydney nicht mithalten kann, was ich aber ehrlich gesagt im Moment keiner Metropole zumute. Bin aber ganz froh ueberhaupt angekommen zu sein. Denn ich bin in Socken, die ich laengere Zeit nicht gewechselt hatte, 45min mit Rucksack zum Stop marschiert, was die Mitfahrenden gerochen haben und mich fast des Busses verwiesen haetten. Wenn ich als lumpiger Backpacker, der das Geld fuer die Waesche gerne mal spart, sage, dass es eine laengere Zeit war, ist das auch so. Ich war es halt nicht gewohnt, Socken zu tragen.
Mein persoenlicher Hoehepunkt am heutigen Tag mag vielleicht etwas albern klingen. Ich bin einem Insider-Tipp gefolgt und im Sofitel-Tower in den 35. Stock gefahren, um dort aufs Klo zu gehen. Das war ein klasse Panorama-Piss vor einer 2mx2m Glaswand. Und es war kostenlos. Absolutes Must-Do in Melbourne.
Eine weiteres tolles Erlebnis waren die schwarzen Schwaene, die ich zu Ehren von Sir Carl R. Popper fotografiert habe. Auch wenn ich mir beim Sprung auf deren Insel im Albert Park Lake fast den Fuss gebrochen habe. Leider ist meine Cam schon wieder voll, sodass ich morgen auf der Great Ocean Road keine Bilder machen koennen werde. Schade, aber bei dem Wetter wuerde ich mich wahrscheinlich eh nur schaemen.


5.7.07 02:39


Ende

Bin gerade am Flughafen in Sydney und kurz davor richtung Seoul abzuheben.
Meine letzten Tage in Melbourne waren sehr schoen, da der Himmel zur Abwechslung mal beschlossen hat, mich nicht nass zu machen. Trotzdem war es sehr kalt, jedenfalls im australischen Vergleich.
Mein Day-Trip an der Great Ocean Road hat sich auch im Regen gelohnt, der aus Respekt vor meinen Urlaubsfotos bei den twelve Apostles aufgehoert hat. Ich habe mir vorgenommen, diese Strasse mal im Sommer mit eigenem Auto und Surfbrett entlangzufahren. Sehr nice dort.
Die anderen Tage habe ich einfach in Melbourne und St.Kilda abgehangen. Melbourne ist mir irgendwie zu stylisch, modern und modisch. Alles in diesem neuen Artstil und jeder dort versucht immer moeglichst hip zu sein. Der Stadtteil St.Kilda ist allerdings ziemlich cool, auch wenn er sich in den letzten Jahren angeblich zu sehr in Richtung City Center entwickelt hat. Dort gibt es einen netten Pub, das Esplanade Hotel oder Espy. Hier ist jede australische Band, die was auf sich haelt schonmal aufgetreten und jeden Tag gibt es Livemusik. Ich habe mir das Nudist Funk Orchestra angeschaut.
Der gestrige Tag war ziemlich verschenkt, denn ich sass von morgens um 7 bis abends 8 Uhr im Bus nach Sydney und habe am Airport geschlafen, um jetzt hier zu sein.
Was soll ich noch sagen... das war's dann wohl. Wir sehen uns in Deutschland.


9.7.07 22:29


Home Sweet Home

Vorgestern abend bin ich heil in Frankfurt gelandet. Im Flugzeug habe ich mich riesig auf Zuhause gefreut, jetzt langweile ich mich aber doch ziemlich. Hier gibt es nicht soviel zu erleben, die Landschaft ist langweilig, das Wetter wider Erwarten auch nicht besser und überhaupt.

Ich vermisse den Regenwald, dessen Wildlife, vernünftige Strände, guten Surf, Tauchen, Englisch sprechen, jeden Tag neue Menschen kennenlern, deren Geschichten. Ausserdem vermisse ich das Gefühl, zu wissen, dass man am nächsten Tag hundert km weiter weg ist und sich deswegen total daneben benehmen kann. Dieser Hedonismus war auch unter den anderen Reisenden sehr verbreitet, sodass man immer wieder klasse Geschichten gehört hat oder sogar deren Zeuge wurde.Ich vermisse es weniger, mein Zimmer mit zwischen 3 und 19 Kopfkranken zu teilen und jeden Tag morgens Toast und abends Nudeln zu essen, aber rückblickend war sogar das irgendwie witzig.

Während meiner Reise habe ich eine Menge interessante Dinge erfahen -nicht nur über Australien, vor allem über mich selbst. Z.B. meine Beziehung zu Geld (sogar mein liebstes Souvenir sind Münzen) und meine Kochkunst. Die Erkenntnis, dass so dort unten so einiges anders ist als hier (Schwäne sind schwarz, nicht weiß; Menschen jagen keine Vögel, sondern andersherum) und auch anders als erwartet (keine Sau trinkt Fosters und vor 30 Jahren waren Aboriginis noch nicht als Menschen angesehen, sondern teil des Wildlebens und man konnte sie ungestraft erschießen).

Alles in allem also ein feiner Trip in ein schönes Land, das ich jedem nahelege, irgendwann mal zu besuchen. Sollte jetzt jemand eine Reise nach Australien planen, ich kann sicher einige Tipps geben, wo man "coole Scheiße" erleben kann und was man besser lassen sollte.

13.7.07 12:10


FOTOS

Fast jeder Beitrag ist jetzt mit schönen Fotos geschmückt.
13.7.07 14:23


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